Vortrag: Dr. Cornelia Heintze (Leipzig): Wie weiter mit Rente und Alterssicherung in Deutschland? Schiefe Debatten und was der Blick über den Tellerrand lehrt
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am 31.05.2026, 11.00 Uhr, Donnerschweerstr. 55
unterstützt durch Attac Oldenburg
Im internationalen Vergleich bietet die staatliche Alterssicherung von Deutschland nur ein unterdurchschnittliches Absicherungsniveau. Sie ist weder lebensstandardsichernd noch armutsfest. Zugleich ist sie höchst ungerecht. Prekär Beschäftigte haben eine weit geringere Lebenserwartung als Gutverdiener. Einen Ausgleich gibt es dafür nicht; faktisch subventionieren Geringverdiener die Renten der langlebigeren Gutverdiener.
Die aktuelle Rentenpolitik ist nicht darauf ausgerichtet, für die Herausforderungen zukunftsgerechte Lösungen anzupeilen. Stattdessen zielt sie auf eine Schwächung der gesetzlichen Rente in Richtung einer bloßen „Basisabsicherung“ (Kanzler Merz am 20.04.26: https://www.sueddeutsche.de/politik/rente-bundesregierung-cdu-spd-koalition-merz-li.3471328 ).
Der Vortrag thematisiert die schiefen Argumente und das problematische Reformverständnis, das die deutsche Rentendebatte prägt. Österreich liefert die Kontrastfolie. Vor 30 Jahren gab es auch dort die Tradition eines nach Statusgruppen gegliederten Rentensystems. Als Ergebnis von Reformen wurde es in eine faktische Erwerbstätigenversicherung transformiert. Auf die Lektionen, die dies für die deutsche Reformdebatte beinhaltet, wird eingegangen.
Auch über Österreich hinaus, lohnt der Blick über den Tellerrand. Gewonnen werden wertvolle Einsichten und Impulse für eine Politik, die armutsfeste Renten, ein insgesamt höheres Rentenniveau und eine Ausgestaltung ergänzender kapitalgedeckter Säulen jenseits der Bedienung der Gewinninteressen privater Banken und Versicherungskonzerne kombiniert.
Als Hintergrundinformation verweist Cornelia Heintze auf diesen Artikel von ihr:: https://makroskop.eu/41-2025/starkung-der-rente-warum-ein-blick-auf-osterreich-lohnt/
Zur Person
Cornelia Heintze (Dr. rer. pol) hat in den 80er Jahren an der FU Berlin Statistik unterrichtet und Lehrveranstaltungen zu u.a. Arbeitsmarkttheorien/Arbeitsmarktpolitik abgehalten. Sie war Wirtschaftsreferentin bei den Grünen, dann Referentin im Niedersächsischen Finanzministerium, schließlich Stadtkämmerin in Delmenhorst mit Zuständigkeit auch für Liegenschaften, Wohnungswesen, Stadtwerke/ÖPNV und Städtische Kliniken. Heute arbeitet sie freiberuflich als Beraterin mit Forschungstätigkeit im Bereich international vergleichender Wohlfahrtsforschung mit einem Schwerpunkt im Bereich der sozialen Dienste.
Über die bedrohte Freiheit, einen Diesel-Verbrenner zu fahren
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Wir alle wissen es ja: die freie Wahl, einen Diesel-Verbrenner Auto zu fahren, ist arg bedroht!
Eine ganz aktuelle kanadische Studie hat die Kosten dieser Freiheit untersucht. Dafür wurden knapp 8000 Personen aus einer laufenden Gesundheitsbevölkerungsstudie herangezogen und eingeteilt, wieviel Feinstaub und Stickstoffdioxid in der Umgebung ihrer Wohnadresse gemessen wurde.
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Musikalische Grüße in dunklen Zeiten
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Musikalische Grüße an
Raul Castro,
alle, die in Nordsyrien weitermachen,
und an die AktivistInnen von "No Kings" in den USA
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Interviewvorstellung von Redecker: "Unser Gegner veranschiedet sich von der Realität"
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Elke stellt das Interview "Unser Gegner veranschiedet sich von der Realität"
mit Eva von Redecker aus März 2026 vor.
Zeitpunkt: 10.05.2026, 11.00 Uhr, Ort: Donnerschweerstr. 55
Folien zum Vortrag: siehe hier
Aus dem Einleitungstext zum Interview:
Faschismus ist für die Philosophin Eva von Redecker eine radikalisierte Eigentumslogik der Moderne: eine »liquidierende Phantombesitzverteidigung «, die aus gekränkten Ansprüchen Feindbilder und Auslöschungsfantasien formt. Im Gespräch erklärt sie, warum Liberalismus und Kapitalismus diese Dynamik mit hervorbringen - und weshalb linke Hoffnung weniger eine Frage der Erfolgschancen als der politischen Haltung ist.
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Buchvorstellung: Judith Butler "Who’s Afraid of Gender?"
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Michael Golba stellt das Buch "Who’s Afraid of Gender?" (2024) von Judith Butler vor
am 26.04.2026, 11.00 Uhr, Donnerschweerstr. 55
Folien zum Vortrag: siehe https://www.linkes-forum-oldenburg.de/Webseite.pdf
Der Vortrag stellt Judith Butlers jüngstes Buch vor und zeigt, wie Butler darin die zentrale Rolle des Begriffs ‚Gender‘ für die gegenwärtig erstarkende autoritäre und teils bereits faschistische globale Rechte versteht und analysiert. Darüber hinaus wird die Rolle der Psychoanalyse beleuchtet - sowohl im Hinblick auf Butlers eigenes Denken, als auch für die Analyse dieser Bewegungen und mögliche Formen des Widerstands. Abschließend werden Grenzen von Butlers Position skizziert.
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