am 25.11.18., 11.00 Uhr, Donnerschweerstr. 50

Die im Linken Forum am 28.10.2018 vorgestellten Thesen aus der Linkspartei zu einer Einwanderungspolitik und die Kritik daran werden nochmal in der Gegenüberstellung der zwei kontroversen Positionen präsentiert.

Die Verfasserinnen der Thesen versuchen für die sog. Wirtschaftsflüchtlinge (Menschen, die vor existenzieller Not aus verschiedenen Ursachen fliehen), die weder vom individuellen Asylrecht noch von der Genfer Flüchtlingsbehörde als berechtigt sowie schutzbedürftig anerkannt sind, eine Einwanderungspolitik zu begründen. Die Kritiker'innen verteidigen den Gedanken der offenen Grenzen und finden es falsch, die zu uns kommenden Menschen in Arbeitsmigrant'innen, Asylbewerber'innen und Kriegsflüchtlinge aufzuteilen.

Eine Auflistung der Argumente beider Positionen sowie der politik-wissenschaftl. Ansatz einer Synthese von beiden finden sich hier,
ebenso das Referat dazu, hier

 

 

Referate

am 28.10., 11.00 Uhr, Donnerschweerstr. 5

 

In der gegenwärtigen Migrationsdebatte in Teilen der Linken (Linkspartei/vs. li. gesellschaftl. Gruppen) stehen sich zwei Positionen höchst kontrovers bis polarisierend gegenüber. Dabei steht im Zentrum eines außerordentlich komplexen politischen, sozialen wie kulturellen Problemzusammenhangs die Frage, ob Flüchtlinge unbegrenzt einwandern können sollen oder ob unter bestimmten Kriterien eine Regulierung der Migration sinnvoll erscheint.

Die wohlfahrts- und nationalstaatliche Perspektive hat ihren Fokus auf die Folgen der Migration für die einheimischen Arbeitsmärkte und sozialen Sicherungssysteme und die Reaktionen aus der Bevölkerung und versteht sich als Anwalt der ökonomisch und sozial bedrohten gesellschaftl. Gruppen.

Demgegenüber dominiert aus der normativ menschenrechtlichen, universalistischen Perspektive eine Haltung der unbedingten Solidarität für die Flüchtlinge, die keine Einschränkungen kennt und für offene Grenzen eintritt.

Eine starke bündnispolitische linke Antwort zu finden auf die drängenden gesellschaftsspaltenden Fragen scheint angesichts eines zunehmenden Rechtspolulismus, der die Migration mit der sozialen Frage verknüpft, geradezu überlebensnotwendig.

Beide Positionen werden durch Referate vorgestellt, ergänzend dazu ein Referat einer politik-wissenschaftlichen Analyse.

Anschließend Diskussion

 

 

Vortrag: Migration, ein europaweites ALG II, Commons und Mimesis. Ein Vorschlag zur Güte.

am 14.10., 11.00 Uhr, Donnerschweerstr. 55

In dem Vortrag werden wir argumentieren, dass das Thema Migration 1) aktuell primär die Binnenmigration in Europa betrifft, 2) diese Migration weiter hoch bleiben wird und 3) erhebliche Folgen nicht nur in den Immigrations- sondern auch in den südöstlichen Emigrationsländern verursacht. Wir verstehen dabei Migration politisch als Repräsentanz einer objektiven Krise der Kapitalakkumulation (aufgrund ihres eigenen Erfolgs), die in den Immigrationsländern im Wesentlichen nur durch sie, d.h. die Migration, erfahrbar wird, ökonomisch als Folge der Internationalisierung von Wertschöpfungsketten und individuell als Befreiungsversuch. Weiter werden wir argumentieren, dass nicht die Migration das Problem ist, sondern ihre einseitige Gerichtetheit.

Vortrag von Lydia Potts (Uni Oldenburg)

am 16.9., 11 Uhr,  Donnerschweerstr. 55

 

 

 

MitarbeiterInnen der ALSO über: Arbeits-, Wohn- und Lebens-
verhältnisse von Arbeitskräften in der Südoldenburgischen Fleisch-
und Agrarindustrie und die Möglichkeiten, in Selbstorganisation, mit
Sozialberatung und in internationaler Solidarität ein Leben in Würde
für alle zu erreichen.

Am 05. Juni 2016, 11 Uhr, Donnerschweer Straße 55 (ALSO)

Segmentierung und zunehmende Ungleichheit kennzeichnen den modernen europäischen Arbeitsmarkt. Sozialabbau, prekäre Arbeitsverhältnisse, Leih- und Subunternehmen, Sklavenarbeit, transnationale Ketten der Ausbeutung sind nur einige Stichworte zur Beschreibung dieses Marktes. Dort zählen MigrantInnen und Geflüchtete zu denjenigen, die besonders oft unter Verhältnissen der „Überausbeutung“ arbeiten. Mindestlohn und Fair-play-Versprechen der Industrie haben hieran nichts geändert.