Krankheitszahlen und -analysen:

(eigene Grafiken, Daten von Johns Hopkins University oder Eurostat bzw. entsprechend der Angaben)

0) Die Grafiken des Tages

1) Zahlen zur Sterblichkeit

2) COVID-19 Langzeitfolgen

3) Shutdown in Deutschland: Veränderung der Infektionszahlen

4) Soziale Lage und Infektionshäufigkeit, Soziale Lage und Todesrate

5) Gesundheitswesen: Geschätzte Ausgaben der Krankenhausbehandlung

6) COVID-19 und die möglichen sozio-ökonomischen Folgen

7) Ein Einwurf: Auf- oder Abbauhilfen nach Corona?

8) Impfen ja! Aber...

9) Weitere Informationen

 

0) Die Grafiken des Tages (ältere Grafiken des Tages werden unten bei den entsprechenden Überschriften eingeordnet) 

 

 

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Wenn das Pariser Klima Abkommen weltweit eingehalten werden soll, muss jedes Jahr eine weitere Reduktion des CO2 Ausstoßes in der Hälfte der
Höhe erfolgen, die die COVID-19 Pandemie herbeigeführt hat (also jährlich um ca. 1-2 Milliarden Tonnen). 2021 könnte dieser Wert wegen der noch
aktuell fortbestehenden Pandemie Einschränkungsmaßnahmen erreicht werden. Eine einfache Rückkehr zur "Normalität" kann es aber nicht geben.

siehe auch den Beitrag https://linkes-forum-oldenburg.de/alternativen/360-vorschlag-fuer-ein-klimapolitisches-minimalprogramm auf unsere Seite.

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Die Auswertung der Impfdaten für Israel hat weiter ergeben, dass die Effektivität des Biontech Impfstoffs bei 99.6 % liegt (bei allerdings natürlich zeitlich eingeschränkten Beobachtungszeitraum). Zudem gab es bis jetzt bei den 544 Menschen, die trotz Impfung an COVID 19 erkrankten, keinen einzigen Todesfall und nur 4 schwere Verläufe. Alle 540 anderen zeigten einen leichten bis moderaten Verlauf. Nur 15 dieser Personen musste in ein Krankenhaus aufgenommen werden.

Quellen: https://cdn.statcdn.com/Infographic/images/normal/24067.jpeg

https://www.timesofisrael.com/hmo-sees-only-544-covid-infections-among-523000-fully-vaccinated-israelis/

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1) Letalität 

Im Vergleich mit anderen Erkrankungen:

Aus einer Mitteilung der Obersten Sozialbehörde Schweden vom 17.11.20:

Im ersten Halbjahr 2020 waren 10 % der Sterbe­fälle in Schweden COVID-19 bedingt. Damit war die COVID 19 die dritthäufigste Todesursache. Rund 51.500 Menschen starben in diesem Zeitraum, 14.000 davon an Herz- und Kreislauferkrankungen, 11.600 an Tumoren und 5.500 an COVID-19.

COVID 19 habe die Sterblichkeit im Vergleich zum Vorjahres­zeitraum bei Frauen um zehn Prozent und bei Männern um 14 Prozent lassen.

 

Was die durch die Statistik des John Hopkins Instituts erfassten Zahl der Toten angeht,  so meldet das Redaktionsnetzwerk für die USA
"Von Anfang März bis einschließlich 4. April gab es in den USA rund 15.400 Todesfälle mehr als im gleichen Zeitraum der Vorjahre, wie die “Washington Post” am Montag berichtete. In der Zeit waren jedoch offiziell nur 8128 Coronavirus-Todesfälle gemeldet worden. Die von einem Team der Universität Yale für die Zeitung durchgeführte Analyse lässt jedoch keinen gesicherten Schluss zu, wie viele der rund 7000 zusätzlichen Todesfälle mit einer Corona-Infektion zusammenhingen. Die Daten legten aber nahe, dass die Zahl der Todesopfer "bedeutend höher als bisher berichtet" ist, zitierte die "Washington Post" den Yale-Epidemiologen Daniel Weinberger."

Eine Analyse der Todeszahlen für New York bis zum 1.5.20 ergibt 13,156 durch Labortests bestätigte Todesfälle und 5,126 wahrscheinliche Todesfälle durch COVID-19, wo Laboruntersuchungen fehlen. Die Übersterblichkeit im Vergleich zu früheren Todesfällen in der Untersuchungszeit lag allerdings bei zusätzlichen 5,148 Fällen (https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/69/wr/mm6919e5.htm?s_cid=mm6919e5_X). 

D.h. die wirkliche Todeszahl wird vermutlich in den meisten Ländern höher liegen.

 

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Diese Zahlen sind bezogen auf die Einwohnerzahl der einzelnen Länder, d.h die Größe des Landes spielt keine Rolle. Man beachte weiter die zweimalige Umstellung der Zahlweise von COVID-19 Toten in UK.

Deutlich wird der bis jetzt ungebremste Anstieg der Toten in den USA, obwohl sich die Krankheit dort erst relativ spät ausbreitete und damit die Vorbereitung auf sie hätte besser verlaufen können. In Schweden wurde die aktuell niedrig steigende Todeszahl mit hohen Zahlen am Anfang bezahlt. Dabei ist die Einwohnerzahl in Schweden und den USA nur 23 bzw. 35 pro Quadratkilometer, in Frankreich 103, in Deutschland 233, in UK 273 und in den Niederlanden 413.

Insgesamt zeigen die Zahlen: je weniger entschlossen die gesellschaftlichen Maßnahmen gegen die Pandemie sind, um so höher ist die Zahl der Toten in dem jeweiligen Land.

 

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Berechnung der Todesfälle an COVID-19 in bis zum 28.09.2020 im Vergleich zu anderen Erkrankungen

Quelle: https://public.flourish.studio/visualisation/3896243/

Todesursache "Verkehrsunfälle" hat COVID-19 bereits überholt, andere Todesursachen wie z.B: Herz-Kreislauf Erkrankungen aber definitiv noch nicht erreicht. Allerdings reicht diese Grafik nur bis zum Stichtag 28.9.20 und seitdem hat sich bis zum 31.12.20 die Zahl der Verstorbenen an COVID-19 auf 1. Mio. Einwohner ungefähr noch einmal verdoppelt.

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Übersterblichkeit

Die folgende Grafik gibt die sogenannte Übersterblichkeit in diesen 5 Ländern wieder, die vermutlich auf COVI-19 zurückgeht:

 

Quelle: https://ourworldindata.org/coronavirus

Die Übersterblichkeit liegt in den USA seit Mitte März zwischen 10 % und 20 % der üblichen Sterblichkeit (siehe Y- Achse der obigen Grafik) und
auch in Schweden ist sie deutlich erhöht, wenn auch nur für einige Monate des Jahres.

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 "Übersterblichkeit" durch COVID-19 in 2020 standardisiert auf die Alterszusammensetzung (England und Spanien)

deutlich wird das sprunghafte Ansteigen der Todeszahlen im Frühjahr 2020 (grün Spanien, blau England), solange nichts gegen die Ausbreitung der Erkrankung unternommen wird. Man beachte, dass die Statistik nur bis Ende Juni geht, d.h. bis zu einem Zeitpunkt, wo die Pandemie unter Kontrolle war, d.h. die Zahl der Infizierten sank (was seit Oktober leider nicht mehr der Fall ist).

Quelle (wo man auch andere Ländervergleiche durchführen kann): https://www.ons.gov.uk/peoplepopulationandcommunity/birthsdeathsandmarriages/deaths/articles/comparisonsofallcausemortalitybetweeneuropeancountriesandregions/januarytojune2020#age-standardised-mortality-rates

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Übersterblichkeit in Deutschland

Einen aktuellen Bericht hierzu findet man unter:

https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/01/PD21_023_12621.html

Hier die entsprechende Grafik zur wöchentlichen Sterbezahl in Deutschland aus dem Bericht.

 

Ein Zitat aus dieser Veröffentlichung: "Besonders auffällig ist die Entwicklung der Sterbefallzahlen weiterhin in Sachsen. Die Differenz zum Durchschnitt der vier Vorjahre nimmt dort seit Oktober von Woche zu Woche deutlich zu. In der 41. Kalenderwoche (5. bis 11. Oktober 2020) lag die Zahl der Sterbefälle noch unter dem Durchschnitt. In der 51. Kalenderwoche hat sich die Zahl bezogen auf den Durchschnittswert der vier Vorjahre für diese Woche mehr als verdoppelt (+109 % oder 1 226 Fälle). Auch in Brandenburg (+41 % oder 267 Fälle), Hessen (+32 % oder 428 Fälle) und Thüringen (+36 % oder 215 Fälle) lag die Zahl der Sterbefälle zuletzt mindestens 30 % über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019."

 

In diesem Zusammenhang einen Blick auf die gleichzeitige Entwicklung der Neuerkrankungen in diesem Zeitraum:

 

und hier noch eine interessante Aufarbeitung, wer den seit 16.12.20 geltenden Lock-down mitverantwortet haben könnte:
https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/hotspots-und-rechte-haengen-afd-hochburgen-und-corona-hotspots-zusammen/
https://twitter.com/Matthias_Quent/status/1335600878657691651/photo/1

 

Nebenbei: Die Todeszahlen in Japan und Südkorea liegen noch mal weit unter denen von Deutschland.  COVID-19 ist damit auch eine soziale Krankheit, nicht nur in dem Sinne, dass Einkommenshöhe mit über Infektionsrisiko und Sterbewahrscheinlichkeit mit entscheidet (siehe die Zahlen weiter unten), sondern auch in dem Sinne, dass die Bereitschaft der Bevölkerung sich bestimmten kulturellen Praktiken zu unterziehen mit entscheidet, wieviele Menschen an ihr sterben.

Weiter ist bemerkenswert, dass seit Ende September die Todeszahl bezogen auf 1 Mio. Bevölkerung weltweit wieder stärker zunimmt, das Zeichen einer zweiten Welle. Da dieses zeitlich so synchron passiert und in Ländern, die mit der Erkrankung unterschiedlich umgehen, darf als Indiz dafür genommen werden, dass internationale Mobilität ein wesentlicher Faktor (unter anderen) für die Ausbreitung ist. Insofern sind nationale "Sonderwege" nur begrenzt wirksam.

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COVID-19 Tote: ein Ergebnis fehlender Intensivbetten in bestimmten Ländern Europas?

Es wurde vermutet, dass die unterschiedliche Sterblichkeit an COVID-19 damit zusammenhängt, dass sich die Zahl der Intensivbetten auf Einwohner zwischen den Ländern deutlich unterscheidet. Diese Annahme ist aber vermutlich falsch, wie die obige Abbildung zeigt. Das Sterberisiko variert weitgehend unsystematisch gegenüber der Zahl der Intensivbetten, die laut Eurostat in den verschiedenen Ländern Europas vorhanden sind.

 

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Man beachte, dass für diese Berechnung alle COVID-19 Toten durch die Zahl der über 65 Jährigen der jeweiligen Länder geteilt wurde. Auch wenn viele COVID-19 Tote über 65 Jahre alt sind, versterben natürlich nicht nur Patienten ab diesem Lebensalter. Insofern ist die Y-Achse als Einheit nur ein relativer Wert zu sehen. Immerhin gilt, dass eine Verdoppelung der Länge eines Balkens von einem Land zu einem anderen auch einer Verdoppelung des Sterberisikos entspricht.

 

Die Krise von 2010 hat aber auch die Gesundheitsausgaben in Nordwest, Südost- und Südwesteuropa massiv beeinflusst. Da die Länder

Südwesteuropas gezwungen waren, so stark zu sparen, wurden die Ausgaben für das Gesundheitswesen gekürzt (wobei in dem Diagramm

unten die Inflationsrate noch nicht herausgerechnet wurde, also insgesamt die Mittel noch niedriger anzusetzen sind):

 

D. h. die hohe Zahl von Corona-Todesfälle könnte auch ein Ergebnis dessen sein, dass seit der ökonomischen Krise 2009 ein Jahrzehnt

im Gesundheitswesen im Südwesten Europas gespart wurde. Hier noch mal ein anderer Vergleich in dieser Hinsicht:

 

 

 

 

Michael Green, Jaromir Harmacek, & Petra Krylova (SOCIAL PROGRESS INSIGHTS FOR COVID-19 CHALLENGES, Quelle siehe unten)
haben den Zusammenhang zwischen Zugang zu einem funktionierenden Gesundheitssystem und Tote nach Infektionserkrankung berechnet
(allgemein, nicht speziell für COVID-19). Die Abbildung unten zeigt auf der Y-Achse die soziale Immunisierung gegenüber den Infektionserkrankheiten (100 kaum relevante Folgen, 0 = hohes Sterberisiko) und auf der X-Achse das Bruttoinlandsprodukt der verschiedenen Länder (Punkte in dem Diagramm)
. Auf die soziale Ungleichheit innerhalb der Länder wird leider in dieser Abbildung nicht eingegangen. Trotzdem ist dieses ein sehr lesenswerter vergleichender Report über den Zusammenhang von Infektionserkrankungen und der sozialen Lage in den verschiedenen Länder dieser Welt.

https://socialprogressdotblog.files.wordpress.com/2020/04/social-progress-insights-for-covid-19-challenges-3.pdf

 

 

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Was könnten weitere Ursachen für Unterschiede in der Sterberate sein?

Ein Grund ist die hohe Zahl älterer erkrankter Personen in Südwesteuropa. Hierfür könnten die Lebensverhältnisse eine Rolle spielen.

Nach der ökonomischen Krise 2009/2010 mussten in Südwesteuropa Kinder wieder länger zu Hause wohnen, da es keine Arbeit gab.

Dagegen sind Jüngere aus Südosteuropa eher migriert. Diese Tatsache zeigt die folgende Figur:

 

Durchschnittliches Alter, in dem junge Menschen den Haushalt der Eltern verlassen:

 

Die niedrige Sterbequote in Südosteuropa, wo das Alter, mit dem das Elternhaus verlassen wird, noch höher ist, könnte dann

dadurch zu erklären sein, dass dort insgesamt noch wenige Personen erkrankt sind.

 

2) Vorbemerkung zur geschätzten Häufigkeit von neurologischen Einschränkungen bei überlebenden COVID-19 Patienten, die jenseits von dem reinen Überleben der Erkrankung auftreten:

„Schwere Pneumonien [z.B. nach COVID-19] mit intensivmedizinischer Behandlung führen zur sog. ICUAW („ICU-acquired weakness“ [ICU: Intensivstation]), einem Krankheitsbild, bei dem die CIP („critical illness polyneuropathy“) und CIM („critical illness myopathy“) ineinandergreifen… Eine CIP und CIM sind bei schwer erkrankten COVID-19-Patient*innen wahrscheinlich und wurden bereits bei anderen Coronavirusinfektionen beschrieben. In einer systematischen Übersicht von 31 Studien wurde über eine mediane Prävalenz [Häufigkeit] von 43 % berichte. Die Inzidenz [akutes Auftretent] nimmt mit der Schwere und Dauer der kritischen Erkrankung zu und erhöht sich durch weitere Faktoren wie Sepsis, Multiorganversagen, Hyperglykämie, parenterale Ernährung und bestimmte Medikamente (Sedativa, Antibiotika, Kortikosteroide, Muskelrelaxanzien. Bei intensivpflichtigen COVID-19-Patient*innen treten sehr häufig frühmotorische Defizite auf, die auf eine CIP und CIM zurückzuführen sind. Das klinische Bild ist geprägt durch die Schwäche und Atrophie der gesamten Muskulatur, inklusive der Atmungsmuskulatur, und Empfindungsstörungen. Eine reduzierte Muskelmasse führt zu einem schlechteren Outcome bei „critical illness“.“

Zitat aus DGNeurologie. 2020 May 18 : 1–10. doi: 10.1007/s42451-020-00198-2

 

Andauernde Symptome von COVID-19 in einem Drittel der Fälle ohne Krankheitsauseinweisung

Müdigkeit, Dyspnoe und Geschmacks- oder Geruchsverlust sind die wichtigsten anhaltenden Symptome einer COVID-19 Erkrankung. Die untersuchten 669 Personen wurden zwischen dem 18. März 2020 und dem 15. Mai 2020 positiv auf das schwere akute Atemwegssyndrom Coronavirus 2 (SARS-CoV-2) getestet, ohne dass ein Krankenhausaufenthalt erforderlich war. Sie hatten alle keine weiteren Risikofaktoren und ihr durchschnittliches Alter betrug 42,8 Jahre. 6 Wochen nach der Diagnose hatte fast ein Drittel der Teilnehmer noch ≥1 Symptome, hauptsächlich Müdigkeit (14%), Kurzatmigkeit (9%) und Geschmacks- oder Geruchsverlust (12%). Darüber hinaus berichteten 6% von anhaltendem Husten und 3% berichteten von Kopfschmerzen.

Quelle: https://www.acpjournals.org/doi/10.7326/M20-5926

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3) War der "shut down" in Deutschland (und in anderen Ländern) effektiv, um die Zahl der Toten zu reduzieren?

Es gibt Stimmen, die behaupten, der shut down in Deutschland sei unsinnig und uneffektiv gewesen. Die Zahlen sagen das Gegenteil, wie die
untenstehende Abbildung zeigt. Am 23.3. wurden Kindergärten, Schulen und viele anderen Einrichtungen geschlossen, weil vor ein Wochenende lag,
praktisch schon am 22.03. Die mittlere Inkubationszeit bei COVID-19 liegt bei 3-5 Tagen. Man sieht deutlich, dass ab dem 22.03. die Infektionszahlen
noch  4-5 Tage ansteigen, um dann zu fallen.

 

 

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Die Wirksamkeit von sozialen Maßnahmen lässt sich auch im Vergleich der COVID-19 Pandemie in Europa & Kanada versus Ostasien (Japan, Sükorea, Malaysia und Australien) zeigen (mit deutlichem Vorteil für Ostasien):

 

 

 

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Neue Studie zur Effektivität der Mund-, Nasemasken:

A) "Die Versuche zeigen deutlich den positiven Effekt von Alltagsmasken und das obwohl kleine Aerosole den Stoff durchdringen können.", sagt Versuchsleiter Prof. Andreas Schröder vom DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik.

Die klaren Ergebnisse diese Studie, die streng wissenschaftlich gefunden wurden, findet man hier:

https://www.dlr.de/content/de/artikel/news/2020/04/20201026_aeromask.html

 

B) Corona-Infektion - Studie: Maske senkt Risiko um 45 Prozent

"Mund-Nasen-Bedeckungen können die Gefahr, sich mit Covid-19 zu infizieren, deutlich senken. Ein Studie wertete die Infektionen in deutschen Städten mit und ohne Maskenpflicht aus. Ein Mund-Nasen-Schutz verringert das Corona-Infektionsrisiko einer Studie zufolge um fast die Hälfte - um durchschnittlich rund 45 Prozent."

https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-masken-infektionsrisiko-geringer-100.html

 

C) Ergebnis einer frühen internationale Studie zu diesem Thema

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4) Soziale Lage und Infektionshäufigkeit, Soziale Lage und Todesrate

 

 Die bleierne Wirkung der sozialen Ungleichheit:


 

Die Grafik zeigt die Wirkung der sozialen Ungleichheit auf das Sterberisiko an COVID-19. Zwischen dem 25.10. und dem 19.12.20 sind deutlich mehr Menschen an COVID-19 gestorben. Die Grafik zeigt die Mortalität in Europa für diese beiden Tage. Deutlich wird: je mehr die Erkrankung um sich greift, um so mehr beginnt die soziale Ungleichheit ihre Wirkung zu entfalten: je ungleicher die Gesellschaften, um so höher ist die Mortalität. Bei einer erst um sich greifenden Erkrankung wie COVID-19 spielt diese anfangs eine geringere Rolle (niedrigere Korrelation). Aber je länger sie existiert, um so mehr beginnt diese ihren Einfluss zu entwickeln (höhere Korrelation).

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Wie die Grafik zeigt, spielt der Reichtum der Länder eine Rolle für das Sterberisiko an COVID-19.

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Wie hoch war das Risiko, im Krankenhaus (bezogen auf die dort aufgestellten Betten) oder im Alten/Pflegeheim (bezogen auf die dort behandelten Pflegefälle) mit COVID-19 infiziert zu werden? Und zwar zu Beginn der 2. Welle, während der 2. Welle und im aktuellen Abklingen der 2. Welle?

Das Diagramm zeigt, dass nach wie vor das Risiko in Alten-/Pflegeeinrichtungen an COVID-19 zu erkranken erhöht ist, selbst wenn die
Infektionszahlen auf die dort versorgten Personen standardisiert und mit den Krankenhäusern vergleicht, wo auch gepflegt wird.

Vermutlich ein Zeichen für die relative Unterausstattung der Alten-/Pflegeeinrichtungen mit entsprechend geschultem Personal.

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Die Abbildung zeigt, dass der zweite lockdown die Ansteckungsgefahr im Bereich der Freizeit, der Schule und auch in den Restaurants sehr effektiv
reduziert hat (niedrigere Balken). Sie zeigt aber auch, dass schon zu Beginn der zweiten Welle Restaurants, Verkhersmittel, Hotels und auch Kindergärten
kaum eine Rolle für die Ansteckung an COVID-19 gespielt haben (jewiels unter 2 % an den rückverfolgten Ansteckungen). Fakt ist, dass die relevanten
Ansteckungsorte Pflegeheime, Krankenhäuser, Familie und Arbeit sind.

Quelle (für beide oben stehende Abbildungen): Die entsprechende Excel Datei kann hier heruntergeladen werden:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Daten/Ausbruchsdaten.html;jsessionid=11963C3A56F9EF5EA42FA3E1593642B0.internet082?nn=13490888

 

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Die unten stehende Grafik zeigt die Ergebnisse der Rückverfolgung der Ansteckung durch die Gesundheitsämter für die drei Orte mit der höchsten Rate. Deutlich wird: eine bessere Ausstattung der Pflege in Altenpflegeheimen für mehr Zeit im Bereich von Hygiene und für mehr Kontrolle bei den Besuchen der Angehörigen würde die Zahl der Neuinfektionen bundesweit vermutlich deutlich senken. In den letzten 13 Kalenderwochen wurde infizierten sich gut
23 % aller Personen, bei denen die Erkrankung zurückverfolgt wurde (was längst nicht bei allen Neuerkrankungen geschieht), in Altenpflegeheimen.

 

 

Quelle: Die entsprechende Excel Datei kann hier heruntergeladen werden:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Daten/Ausbruchsdaten.html;jsessionid=11963C3A56F9EF5EA42FA3E1593642B0.internet082?nn=13490888

 

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Ansteckungsrisiko an COVID-19 in der Fleischindustrie in Deutschland (nur einige prägnante Beispiele):

Gütersloh: 657 Tönnies-Mitarbeiter mit Corona infiziert -Kritik an Fleischindustrie

Hunderte Corona-Infizierte zählt aktuell der Fleischproduzent Tönnies in Rheda-Wiedenbrück.

Bei Westfleisch in Coesfeld waren es Mitte Mai ähnlich viele wie bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück.

Dissen:  Bei Westcrown, ein Gemeinschaftsunternehmen von Westfleisch und Danish Crown, wurden 92 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet.

 

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Globalisierung, Bevölkerungsdichte und COVID 19

 

 

Das Diagramm zeigt die Geschwindigkeit der Infektion (je weiter oben in dem Diagramm, um so schneller haben sich Menschen in dem jeweiligen Land infiziert) und die Bevölkerungsdichte in verschiedenen Ländern Europas. COVID 19 ist eine Erkrankung die einen deutlichen Zusammenhang zur Zusammenballung der Produktivkräfte in wenigen Zentren zeigt (je weiter nach rechts, um so höher die Bevölkerungsichte und die Infektionszahl. Einige Länder, die oberhalb der gestrichelten Linie liegen, haben geringe oder chaotische Präventionsmaßnahmen ergriffen, andere, die unterhalb der gestrichelten Linie liegen, deutliche. 

 

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Auswirkungen auf die Gruppe der Afroamerikaner in den USA (Quellen: The Guradian, Statistica, Vox News):

"Earlier this week, officials in Chicago, Illinois were among the first to release a racial breakdown of the city's 6,100 cases. More than half were African American, despite only the group only accounting for 30 percent of the city's 2.7 million residents. Seven in 10 patients who died from COVID-19 in the city were African American, officials said."

"In Louisiana, where 32 percent of the population is African American, that group accounted for 70 percent of COVID-19-related deaths. In Michigan, 40 percent of those who died were African American even though the group accounts for 13 percent of the population statewide. In both states, the largest and predominantly black cities - Detroit and New Orleans - were hardest hit.

In New York, the epicentre of the pandemic in the US, the coronavirus is killing African Americans and Hispanics at twice the rate of white people, according to preliminary state data."

Afroamerikanische Bevölkerung: Anteil an Bevölkerung und an Corona Toten in den USA

  Anteil an der Bevölkerung Anteil an den COVID-19 Toten
Louisiana 32% 70%
Illinois 15% 42%
Michigan 14% 41%
North Carolina 22% 22%
Chicago 30% 69%
Milwaukee County 26%

81%

 

 

und hier noch mal neuere Zahlen von: https://www.apmresearchlab.org/covid/deaths-by-race

  • 1 in 1,450 Black Americans has died (or 69.7 deaths per 100,000)

  • 1 in 1,950 Indigenous Americans has died (or 51.3 deaths per 100,000)

  • 1 in 2,450 Pacific Islander Americans has died (or 40.5 deaths per 100,000)

  • 1 in 3,000 Latino Americans has died (or 33.8 deaths per 100,000)

  • 1 in 3,350 White Americans has died (or 30.2 deaths per 100,000)

  • 1 in 3,400 Asian Americans has died (or 29.3 deaths per 100,000)

 

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Etwas zu den realen und zu vermutenden sozialen Folgen in den USA

Aktuell ist zwar der Test auf den Virus in den USA umsonst, nicht aber die Behandlung.

"Congress has taken some steps to cut down on health care costs relating to COVID-19. A new federal law makes novel coronavirus testing free for patients without insurance, but it does not cover treatment related to the virus."

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Bedeutung von Vorerkrankungen auf die Sterbewahrscheinlichkeit

Vorerkrankungen

Rate der Verstorbenen: labortechnisch bestätigte Corona Fälle

Rate der Verstorbenen: klinisch bestätigte Corona Fälle

Kardiovaskulare Krankheiten

13.2%

10.5%

Diabetes

9.2%

7.3%

Chronische Atemwegserkrankung

8.0%

6.3%

Bluthochdruck

8.4%

6.0%

Krebs

7.6%

5.6%

Keine bekannten Vorerkrankungen

 

0.9%

 

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Bluthochdruck ist also ein Risikofaktor für prognostisch ungünstigen Verlauf der Corona-Infektion.
Wer also gehört zur Hochrisikogruppe mit schwerem Verlauf?

  D.h. je niedriger der soziale Status, um so höher das Risiko für einen ungünstigen Verlauf der Infektion!

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Asthma und andere Funktionsstörungen der Lunge wie COPD sind Risikofaktor für prognostisch ungünstigen Verlauf der Corona-Infektion.
Wer also gehört zur Hochrisikogruppe mit schwerem Verlauf?

 

  D.h. je niedriger der soziale Status, um so höher das Risiko für einen ungünstigen Verlauf der Infektion!

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Ansteckungsrisiko an COVID-19 bei Arbeitslosigkeit in Deutschland

"ALG II-Empfänger haben ein stark erhöhtes Risiko, mit einer Covid-19-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert zu werden. Das zeigt erstmals eine Auswertung von Versichertendaten für das ARD-Mittagsmagazin. Im Vergleich zu Erwerbstätigen in regulärer Beschäftigung ist das Risiko für ALG II-Empfänger demnach um 84,1 Prozent erhöht, dass sie wegen COVID-19 ins Krankenhaus kommen. Für ALG I-Empfänger liegt das Risiko um 17,5 Prozent höher." 

https://www.rbb24.de/politik/thema/2020/coronavirus/beitraege_neu/2020/06/corona-erkrankung-covid19-risiko-sozial-benachteiligte-alg-ii.html?fbclid=IwAR0oBE0dzRHBD-u_DHrS0-jDO4T_srIXTySVc5rbOkaIO182wbFz9RqvKIE

 


 

Ansteckungsrisiko an COVID-19 und sozialer Status in Barcelona

(Quelle: Wikipedia): "Low income neighbourhoods in Barcelona have seven times the rate of infection of more affluent neighbourhoods. Part of the reason is that essential workers, who have kept going to work despite the epidemic, are likely to work in low-skill jobs such as supermarkets or elder care. Also, many care workers are immigrants, who lack access to unemployment benefits and live in some of the lowest category housing."

 

Ansteckungsrisiko an COVID-19 und sozialer Status in Paris

Aktuelle, ganz ähnliche Ergebnisse für Paris finden sich hier:

https://www.heise.de/tp/features/Uebersterblichkeit-in-Seine-Saint-Denis-4719781.html

 

Verbreitung COVID-19 und sozialer Status in Brasilien 

Laut einer aktuellen Studie der Bundesuniversität in der südbrasilianischen Stadt Pelotas (Ufpel) ist die Verbreitung des Coronavirus unter der urban lebenden Bevölkerung ungleich verteilt. Mit 5,4 Prozent liegt die Infektionsrate der urbanen indigenen Bevölkerung fünf Mal höher als die der weißen Bevölkerung (1,1 Prozent).

 

Sterberisiko an COVID-19 und sozialer Status in England und Wales

Wenn man die ärmsten und die reichsten Gegenden in England für die Monate März, April und Mai vergleicht, dann starben in den ärmsten Regionen 128 auf 100.000 Einwohner, in den reichsten 60 auf 100.000. Dieser Unterschied bleibt auffällig, auch wenn man das durchschnittliche Alter der Bevölkerung in den Regionen berücksichtigt. In Wales liegt derselbe Unterschied bei 110 in den ärmsten Gegenden und 58 in den reichsten.

https://www.newscientist.com/article/2237475-covid-19-death-rates-twice-as-high-in-englands-most-deprived-areas/

 

Sterberisiko an COVID-19 und sozialer Status in Brasilien

Laut einer Studie des Forschungsverbandes NOIS (Núcleo de Operações e Inteligência e Saúde) der Universität PUC-Rio stirbt ein Schwarzer ohne Schulbildung in Brasilien viermal häufiger am Coronavirus als ein Weißer mit höherer Bildung, obwohl die Zahl der Infizierten in weißen Gemeinden höher ist. Die Studie zeigt auch, dass die Mortalitätsrate unter Weißen etwa 38 Prozent beträgt, während die Todesrate unter Schwarzen bei fast 55 Prozent liegt. Für die Forscher beweisen die Daten, dass die Ausbreitung der bestätigten Covid-19-Fälle in Brasilien "auch durch sozioökonomische Faktoren beeinflusst wurde".

.... "Die Sterblichkeit unter Schwarzen ist immer höher als unter Weißen, selbst wenn man Patienten einer ähnlichen Altersgruppe oder Ausbildung analysiert", erklärt der Koordinator von NOIS und einer der Autoren der Studie, Silvio Ham. "Die Sterblichkeitsrate in Brasilien wird durch Ungleichheiten beim Zugang zur Behandlung beeinflusst", fügte er hinzu. Obwohl Afrobrasilianer 56 Prozent der Bevölkerung ausmachen, sind 67 Prozent der Arbeitslosen oder informellen Arbeiter und 75 Prozent der Ärmsten in Brasilien schwarz.

Nach offiziellen Statistiken sind in Brasilien bislang mehr als 36.000 Menschen an der Atemwegserkrankung Covid-19 gestorben. Der rechtsextreme Präsident Jair Bolsonaro hat unlängst die Statistiken der Regierung löschen lassen und die Publikation weiterer Zahlen eingestellt.

https://amerika21.de/2020/06/240572/brasilien-schwarze-covid-corona

 

 

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5) Was eine Reduktion der Ansteckungszahlen rein ökonomisch bedeuten würde:

 

Zahl der Neuinfektionen pro Tag

Zahl der daraus täglich resultierenden COVID-19 Krankenhauspatienten
(laut RKI ca. 6 % der Infizierten)

Gesamte Krankenhausbehandlungskosten für die COVID-19 Patienten des jeweiligen Tages (laut AOK liegen die Kosten pro Patient bei ca. 10.000,-)

Kosten pro Jahr bei durchschnittlich Infizierten pro Tag wie in erster Spalte (in Euro)

1000
60
600.000
219.000.000
5000
300
3.000.000
1.095.000.000
10000
600
6.000.000
2.190.000.000
20000
1200
12.000.000
4.380.000.000
30000
1800
18.000.000
6.570.000.000

Grundlage für diese Berechnung ist eine fiktive Ansteckungszahl mit COVID-19 pro Tag (linke Spalte), die im Dezember in Deutschland zeitweilig über 20000 lag, eine statistische Zahl, wieviele davon im Krankenhaus behandelt werden müssen (2. Spalte von links, vom RKI veröffentlicht), eine Auswertung, was diese Patienten dann die Krankenkassen kosten (von der AOK veröffentlicht), sowie was das für auf's Jahr berechnet kosten würden, wenn sich jeden Tag im Durchschnitt die Zahl aus Spalte 1 infizieren würde.

Als Hinweis: am 18.10. haben sich in Frankreich 32.000 Patienten infiziert. Die reinen Krankenhauskosten für die Patienten nur dieses einen Tages liegen damit bei 6.000.000 * 3.2 = 19.2 Mio. Euro im Vergleich zu ca. 2.7 Mio. Euro bei ca. 4500 Neuinfektionen desselben Tages in Deutschland.

Die faktischen Kosten werden deutlich höher liegen, weil in die Kalkulation beatmete Patienten nicht eingehen, die aber ungefähr die dreifache Summe benötigen.

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Ökonomische Ausstattung des Gesundheitswesens in Europa und Sterblichkeit

Deutlich wird, dass die Pro-Kopf Ausgaben für Gesundheit in den verschiedenen Ländern eine deutliche Auswirkung auf das Sterberisiko der Infizierten in diesen Ländern haben. Je geringer die Ausgaben, um so höher das Risiko.

Die unterschiedliche Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums in Europa ist ein Skandal, an dem sich bis dato wenig geändert hat und der sich selbst auf die relative Gefährlichkeit gesellschaftlich komplett blinder Viren auswirkt. Hinweise, was dagegen zu tun wäre, finden sich in unserer Diskussion darüber z.B. hier:

 

https://linkes-forum-oldenburg.de/alternativen/321-migration-ein-europaweites-alg-ii-commons-und-mimesis-ein-vorschlag-zur-guete.html

https://linkes-forum-oldenburg.de/themen/109-europa-kategorie.html

https://linkes-forum-oldenburg.de/kapitalismus-theorie/308-marcuse-versuch-ueber-die-befreiung.html

 

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6) COVID-19 und die möglichen sozialökonomischen Folgen

Vorbemerkung

Was lernen wir aus dieser Aussage über den Alltag von Friedrich Merz?

"Wir müssen zurück an die Arbeit“: Der CDU-Politiker Friedrich Merz fürchtet, die Kurzarbeit in der Coronakrise könne die Arbeitsmoral sinken lassen (21.09.2020)

In jedem Fall, dass er in den letzten Monaten wenig getan hat und kein Verkäufer, keine Krankenpfleger, kein Handwerker, kein LKW Fahrer, kein... ist. Dann bräuchte er sich nämlich nicht vornehmen zurück zur Arbeit zu müssen.

 

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Die Corona Pandemie wird die europäische soziale und ökonomische Desintegration beschleunigen, wenn keine politischen Alternativen gefunden werden.

Zu unserer Diskussion über diese Gefahr siehe

https://linkes-forum-oldenburg.de/alternativen/321-migration-ein-europaweites-alg-ii-commons-und-mimesis-ein-vorschlag-zur-guete.html

https://linkes-forum-oldenburg.de/themen/109-europa-kategorie.html

https://linkes-forum-oldenburg.de/kapitalismus-theorie/308-marcuse-versuch-ueber-die-befreiung.html

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Auswirkung auf die gesellschaftliche ökonomische Ungleichheit in Großbritannien:

https://wid.world/wp-content/uploads/2020/11/WorldInequalityLab_WP2020_24_Distributional-Impact-of-the-Pandemic-1.pdf

 

Staatsverschuldung:

Falls die Corona-Hilfsprogramme...

... durch Kredite und nicht durch verlorene EZB-Zuschüsse finanziert werden, würden die Staatsschulden enorm ansteigen.

Ausgabenkürzung und Schuldenrückzahlung nach dem Modell der Austeritätspolitik nach 2009 würden dann zu sozialem Kahlschlag in den EU-Staaten führen.

Prognose zur Veränderung der Bruttostaatsverschuldung in Prozent des BIP 2020 gegenüber 2019 auf Basis von IWF-Daten:

Deutschland, Schweiz, Dänemark, Schweden, Tschechien, Slowakei: 5 -10 %

UK, Niederlande, Österreich: 10 bis 15 %

Belgien, Frankreich, Spanien, Portugal: 15 – 20 %

Italien, Griechenland: 20 bis 25 %

 

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Aufbau bzw. Abbau von Beschäftigung in Europa

Northwest: Deutschland, Belgien, Niederlande; Southwest: Griechenland, Italien, Spanien, Portugal; Southeast: Polen, Ungarn, Rumänien, Bulgarien

 

Indikatoren der ökonomischen Entwicklung nach Ländern in Europa
(vor und nach Corona Maßnahmen, Daten von Eurostat)

 

 

 

Deutlich wird an diesen Zahlen/Grafiken, dass die europäische Ökonomie so stark verflochten ist, dass nationale Sonderwege oder
auch unterschiedliche Betroffenheit durch Pandemie nur ein sehr begrenzte Rolle auf die wirtschaftliche Entwicklung ausüben. Insgesamt verlaufen die Aussichten
der ökonomischen Entwicklung sehr parallel, aber natürlich auch mit Unterschieden. So liegen die ökonomischen Erwartungen in Southeast Europe (Polen,
Ungarn, Rumänien und Bulgarien) wie auch in Großbrittanien 10 % unter den Aussichten im Norden Europas.

 

 

 Konjunktureinbruch durch COVID-19 in industrialisierten Ländern

 

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 COVID-19 und die Nahrungsmittelpreise in Deutschland

 

 Quelle: Statistisches Bundesamt

 

 

 Quelle: Eurostat

Jeder Block von 5 Balken betrifft eine Einkommensgruppe (niedrigstes Fünftel, zweitniedrigstes Fünftel etc.). Die Grafik zeigt links die Ausgaben für Kultur und rechts
für Nahrungsmittel. Gezeigt wird die prozentuale Veränderung zwischen 2010 und 2015 also bedingt durch die letzte Finanzkrise. Deutlich wird, dass nach der Krise insbesondere  im Südwesten (Griechenland, Spanien und Portugal - Für Italien gibt es keine Dateiwerte) alle Haushalte mehr Anteile des EInkommens für Ernährung einsetzen mussten.
Besonders im Südwesten aber auch im SÜdosten Europas (Bulgarien, Rumänien, Polen und Ungarn) musste stattdessen auf kulturelle Ausgaben verzichtet werden (Reduktion in fast allen Gruppen auf 80 %, die jeweils einkommensschwächste Gruppe = 1. blauer Balken) dürfte deswegen wenig verzichtet haben, weil die Grundausgaben schon von Beginn an gering waren.

Eine ähnliche Veränderung der Reduktion der Haushaltsausgaben auf das Notwendigste (Nahrung und Gesundheit) ist infolge der Corona Krise zu erwarten.

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7) Auf- oder Abbauhilfen nach Corona?

(Beitrag aus dem Linken Forum)

Nach Corona: wieder aufbauen?

Nun wurde sie beschlossen: die 750,- Mrd. Wiederaufbauhilfe für die EU. Niemand stellt sie ernsthaft in Frage, Kritik gibt es nur an der Form: nur 390,- Mrd. als Zuschuss, der Rest als Kredit. Nicht gekoppelt an Prinzipien der Rechtstaatlichkeit in den jeweiligen Empfängerländern – die können nur bei der Vergabe der Gelder eine gewisse Rolle spielen.

Die fehlende Kritik ist erstaunlich. Denn nichts wurde durch die COVID-19 Pandemie zerstört. Geht man in die Fabriken, so stehen sie noch und können nach wenigen Stunden neustarten, soweit sie überhaupt aufgehört haben zu produzieren. Geht man in die Büros, so ist der Neustart der Arbeit instantan möglich, soweit diese je unterbrochen wurde. Geht man in die Schulen, Gaststätten, Hotels, wo hin auch immer: Nichts wurde zerstört und doch soll alles wiederaufgebaut werden.

Dabei ist eines klar: Vieles, was durch Corona nicht gewesen ist, wurde gar nicht gebraucht. Z. B. der Urlaub in Thailand oder der Einkauf der neuesten Frühjahrsmode. Z. B. die vielen Fahrten mit dem Auto oder das Wellness-Erleben im Spaßbad. Z. B. der besondere Wein, zum besonderen Anlass. Besser noch: Vieles von dem, was gewesen wäre, wenn Corona nicht dazwischengekommen wäre, wäre schädlich und abstoßend gewesen. Z. B. die toten Schweine in Rheda-Wiedenbrück, die jetzt erst später geschlachtet werden. Oder die vielen nationalen und internationalen Flüge durch die Welt. Oder die Zulieferung der Vorprodukte für die Erstellung der SUVs, die dann in Deutschland zusammengeschraubt werden.

Warum das wiederaufbauen?

Durch Corona: wer wurde geschädigt ...

Vollständiger Artikel siehe COVID-19_the_end.pdf

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8) Impfen ja! Aber...

Staat fördert – (erfolgreiche) Pharmakonzerne profitieren

Die Bundesregierung hat im Rahmen ihres nationalen Sonderprogramms zur Impfstoffentwicklung drei deutsche Unternehmen mit insgesamt knapp 750 Millionen Euro gefördert: die Firma Biontech mit rund 375 Millionen Euro, die Firma CureVac mit rund252 Millio-nen Euro und die Firma IDT Biologica GmbH mit rund 114 Millionen Euro. Mit dem Geld soll unter anderem die Entwicklung von Impfstof-fen beschleunigt und die Unternehmen beim Aufbau eigener Produktionsstätten unterstützt werden. Auch soll das wirtschaftliche Risiko der Firmen im Falle z.B. einer Nichtzulassung des entwickelten Impfstoffes gemindert werden. Im Ergebnis werden tatsächlich eine Reihe von Pharmafirmen mit der Entwicklung ihrer Impfstoffe keinen (wirtschaftlichen) Erfolg haben. So etwas ist aber ganz normal und für die beteiligten Firmen auch ohne staatliche Förderung kein Unglück, denn die Pharmaindustrie ist schon zu normalen Zeiten höchst profita-bel. Der Aktienmarktanalyst Ulf Sommer vom „Handelsblatt“ sagt zu den Renditen der Branche: „Oh, die sind deutlich, ja wirklich deutlich höher als in anderen Branchen. Also das habe ich mir die letzten Jahre schon angeschaut, also lange vor Covid 19. Also Nettoumsatzren-diten von 20, ja sogar 20 Prozent sind keine Seltenheit.“ (1) In anderen Branchen träumt man davon. Dessen ungeachtet wünschen sich die Biotechfirmen hierzulande nicht nur die schon geleistete Millionenförderung durch den Staat, sondern darüber hinaus noch bessere Investitionsbedingungen für die Biotechnologie in Deutschland.  Inzwischen stehen mit Biontech, Moderna und AstraZeneca schon die ersten Sieger im Rennen um den Impfstoff und damit auch um neue Profite fest. Der Markt ist riesig, da global. Die Preise je Impfstoffdo-sis bewegen sich nach verschiedenen Berichten zwischen 4 und 37 US-Dollar(2) Bisher ist der Astra-Zeneca-Wirkstoff der preiswerteste. Nach Angaben des Konzerns handelt es sich dabei um den Selbstkostenpreis.  Auch die Kosten der Verteilung der Impfstoffe sind sehr unterschiedlich Die Logistik für Impfstoffe, die eine extreme Kühlung benötigen ist zum Beispiel teurer und aufwändiger als bei Impfstof-fen, die eine weniger anspruchsvolle Logistik erfordern. Da immer mehr Impfstoffe auf den Markt kommen und noch kommen werden, wächst die Konkurrenz und bremst den Höhenflug der Aktienkurse (Biontech ist erst seit vergangenem Jahr und Moderna seit 2018 börsennotiert.)  Perspektivisch werden sich wohl auch die hohen Preise der ersten Lieferverträge nicht mehr durchsetzen lassen. Dennoch rechnen Analysten der Großbank USB damit, dass Phizer, Biontech und deren chinesischer Partner Fosun in den nächsten 10 Jahren Umsätze von zusammen bis zu 50 Milliarden Dollar erzielen werden. Auch mit verhältnismäßig niedrigpreisigen Impfstoffen kann man sehr viel Geld verdienen, weil die weltweite Nachfrage so riesig ist.

                                                                                                                                   

Kommen arme Länder beim Corona-Impfstoff zu kurz?

Die Eu und die USA haben sich bereits hunderte Millionen Impfstoffdosen vertraglich gesichert Von der Bundesregierung wird betont, dass Deutschland und die EU sicherstellen wollen, dass alle Länder zu den Impfstoffen zu geringen Kosten oder kostenlos Zugang be-kommen. Allerdings verfügt COVAX - die globale Plattform zur Verteilung von Impfstoffen – mit Stand Dezember 2020.- über viel zu wenig gesicherte Impfdosen und ist zudem bisher unterfinanziert, obwohl die Länder mit höheren Einkommen die Impfstoffdosen für einkommensschwache Staaten mitfinanzieren sollen. Für die lateinamerikanische Region aber auch andere arme Regionen in der Welt könnte die erfolgreiche Entwicklung der Impfstoffe Soberana1 und Sobanara2 in Kuba einen Hoffnungsschimmer bedeuten, da dieser Impfstoff für hohe Temperaturen geeignet und voraussichtlich erschwinglich ist. Laut einer Studie von Forschenden der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health - so der MDR vom 16.12.2020 (3) - wird fast ein Viertel der Weltbevölkerung auch 2022 noch keinen Zugang zu einer Corona-Impfung erhalten  Aufschluss über die voraussichtliche Ungleichheit bei der weltweiten Verteilung von Anti Covid19-Impfstoffen gibt auch nebenstehende Übersichtskarte, die Bestandteil eines Artikels in „The Economist Intelligence Unit“ vom 18.Dez. 2020 ist (4).Die dort gemachten Angaben beziehen sich auf die voraussichtliche Durchimpfung der Mehrheit der Menschen in den jeweiligen Ländern nach der Impfung der Gruppen mit Priorität. Es ist erkennbar, dass auch bei den armen Ländern eine unter-schiedliche Versorgungssituation zu erwarten ist. Das liegt zum Teil an den unterschiedlichen Beziehungen dieser Länder zu den impf-stoffproduzierenden Ländern. So bezieht Indonesien zum Beispiel Impfstoff aus China. Die Tendenz scheint jedoch eindeutig: Vor allem die ärmsten Länder Afrikas werden noch ziemlich lange auf Impfstoffe warten müssen. Abzuwarten bleibt auch, ob Covax (s.o!) in abseh-barer Zeit finanziell so abgesichert sein wird, dass das Versprechen den Impfstoff den ärmeren Ländern kostenlos oder zu niedrigen Preisen zur Verfügung zu stellen eingelöst werden kann.

Grafik angepasst nach: https://www.eiu.com/n/rich-countries-will-get-access-to-coronavirus-vaccines-earlier-than-others/

 

 

 

 

 

 

Gesundheit ist (k)eine Ware – Arzneimittel als globale öffentliche Güter

Indien und Südafrika haben dazu aufgefordert, den Patentschutz für Covid-19-Impfstoffe zumindest bis zur Eindämmung der Pandemie außer Kraft zu setzen. Die WHO drängt auf die Schaffung eines Patentpools für die Covid-19-Impfstoffe. Ein solcher Patentpool konnte zur Bekämpfung von HIV schon einmal durchgesetzt werden. Medico international und ca. 30 weitere Organisationen setzen sich für die Aufhebung des Patentschutzes auf alle unentbehrlichen Medikamente ein (siehe auch den Aufruf „Patente töten“ auf https://www.medico.de ). Pharmaindustrie und die meisten Industrienationen halten aber dagegen und wollen die Patente unangetastet lassen. Zum Kampf um eine an den Bedürfnissen der Menschen ausgerichteten Wirtschaft gehört unbedingt das Ziel, den Gesundheits-bereich dem Verwertungsinteresse des Kapitals zu entziehen und zu einem öffentlichen Gut (common) zu machen. Die Coronakrise verleiht dieser Forderung größte Priorität.

1) Caspar Dohmen, das Rennen um den Corona-Impfstoff, DLF, 28.10.2020                                                                                                             2) https://de.statista.com/infografik/23690/preise-fuer-eine-ausgewaehlter-covid-19-impfstoffe/                                                                   3) Thilko Gläsgen, Corona-Forschung Aktuell, MDR 16.12.20                                                                                                                                           4) https://www.eiu.com/n/rich-countries-will-get-access-to-coronavirus-vaccines-earlier-than-others/

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9) Weitere Informationen:

 

Wer sind die Querdenker: Zusammenfassung einer sozialwissenschaftlichen Studie

Oliver Nachtwey, Robert Schäfer und Nadine Frei veröffentlichten einen Bericht über die Politische Soziologie der Corona-Proteste, der auf der Befragung von insgesamt 1152 Personen basiert, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz stammen (im Zeitraum vom 18.-24.11.20). Den hochinteressanten Datenabschlussbericht (z.B. 41 % von ihnen wählten die Grünen und die Linke) kann man hier einsehen und runterladen:

https://idw-online.de/de/attachmentdata85376

Wenn auch die Rekrutierung der Teilnehmer sicherlich Probleme in sich birgt (teilweise Internet basierte Befragung, was sicherlich zu verschiedenen Verzerrungen bei den Teilnehmenden führen kann, keine Zufallsbasierte Auswahl der Teilnehmer, was naturgemäß nicht möglich war) sind einige der Ergebnisse bemerkenswert. Ein sicherlich von vielen nicht erwartetes Ergebnis ist, dass 41 % der Querdenker aus Deutschland angaben, vor der Pandemie die Parteien Die Grünen oder Die Linke gewählt zu haben, 15 % die AfD. In Zukunft wollen jetzt 27 % die AfD wählen (bzw. 61 % andere sich neugründende Parteien) und nur noch 6 % Die Grünen oder Die Linke.

Der Forschungsbericht enthält viele weitere wertvolle Information, z.B. über den Zusammenhang von sozialer Lage und Neigung zu Verschwörungstheorien, über die Sicht der Medien durch die Querdenker usw. Dabei wird auch deutlich, dass es deutliche Unterschiede in dieser Gruppe, wie auch Kernelemente, die von vielen geteilt werden.

Hervorzuheben ist aber folgendes Ergebnis: Gut 2/3 der Querdenker sehen sich als Angehörige der Mittel- oder Oberschicht. Beruflich sind laut Umfrageergebnis zudem Selbstständige in der Gruppe der Querdenker deutlich überrepräsentiert (25 % in der Gruppe der Querdenker, ca. 10 % in der Gesamtbevölkerung). 87 % der befragten Querdenker gaben an, dass die staatlichen Unterstützungen der wirtschaftlich durch die Pandemie betroffenen Menschen nicht oder nur eingeschränkt finanziell effektiv sind. Und immerhin mehr als 2/3 der Protestierenden füllten sich in ihrer wirtschaftlichen Existenz durch die politischen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona Pandemie bedroht. Daraus wird deutlich, dass die Motivation an den Protesten teilzunehmen, banal materielle Ursachen haben könnte. Klein-Selbstständige fürchten um ihr Einkommen und fühlen sich vom Staat schlechter behandelt als abhängig Beschäftigte. Das treibt sie auf die Straße. 

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COVID-19 und Klimaentwicklung

 

Niemand wird solche Maßnahmen, wie sie durch Corona notwendig wurden, auch nur einen Tag länger haben wollen, als nötig: aber die Abbildung zeigt: wenn ein gesellschaftlicher und politischer Wille da ist, dann ist eine andere Welt möglich - er bedarf nur einer egalitären, freiheitlichen, kooperativ und fürsorglichen Gestaltung.

 

Die Bedeutung der Infektionsausbreitung für die Entwicklung der Letalität Vortragsfolien

Weitere Analyse und Stellungnahme aus dem Linken Forum siehe hier ,  andere Stellungnahmen siehe hier

Erste Diskussionen im Linken Forum über die Coronakrise siehe hier oder hier als pdf-Text

Infektionen und Todesfälle durch Coronavirus - die täglichen Zahlen von der Johns Hopkins University  siehe hier

Örtliche Hilfen im Umgang mit dem Jobcenter und für Menschen in Quarantäne siehe hier

Artikel zur globalen Coronakrise siehe hier